Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin werden leicht radioaktive Substanzen über eine Armvene in den Körper eingebracht. Dieses so genannte Radionuklid verteilt sich im Verlauf von zwei bis drei Stunden im gesamten Körper und reichert sich spezifisch in verschiedenen Organsystemen, z. B. im Skelettsystem oder in der Schilddrüse, an. Mit besonderen Kameras können die räumliche Verteilung der Radionuklide und Stoffwechselvorgänge bildlich dargestellt werden.

Bei der Knochenszintigraphie werden z. B. versteckte Brüche oder verschleißbedingte Veränderungen im Skelettsystem sichtbar gemacht. Die Methode erlaubt auch die Entdeckung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) bei Krebs. Eine anschließende Röntgenaufnahme ermöglicht eine genauere Zuordnung dieser betroffenen Körperbereiche.

Das Radionuklid wird über den Urin und den Stuhl wieder ausgeschieden. Die bei uns verwendeten Radionuklide haben eine sehr kurze Halbwertzeit von ca. 6 Stunden, sodass am Ende des Tages weit über 90 Prozent vom Körper wieder abgebaut sind. Die Strahlenbelastung ist gering.